Umsatzanteile sichtbar machen
Vergleiche den Umsatz jedes Kunden mit dem Gesamtumsatz desselben Zeitraums, ohne daraus allein eine feste Risikogrenze abzuleiten.
Vergleiche Umsatz, Deckungsbeitrag und Arbeitszeit je Kunde, rechne einen möglichen Ausfall und leite daraus deine Neukundenplanung ab.
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Das Academy-Video ordnet Kundengewinnung als unternehmerische Aufgabe ein. Diese Seite überträgt den Gedanken auf eine manuelle Prüfung von Kundenkonzentration, Ausfalllücke und frei werdender Kapazität.
Das Wichtigste in Kürze
Berechne für jeden Kunden den Anteil an Umsatz, Deckungsbeitrag und Arbeitszeit im selben Zeitraum. Die drei Werte zeigen unterschiedliche wirtschaftliche Abhängigkeiten.
Rechne danach einen teilweisen und vollständigen Ausfall. Die verbleibenden Ergebnisse und die frei werdende Kapazität bilden die Grundlage für deine nächste Neukundenplanung.

Vergleiche den Umsatz jedes Kunden mit dem Gesamtumsatz desselben Zeitraums, ohne daraus allein eine feste Risikogrenze abzuleiten.
Ziehe die direkt zurechenbaren variablen Kosten ab und prüfe, welcher Kunde wie viel zum gesamten Deckungsbeitrag beiträgt.
Erfasse Akquise, Abstimmung, Aufnahme, Bearbeitung und Übergabe, damit die zeitliche Bindung eines Kunden vollständig bleibt.
Rechne getrennt, was bei einer Halbierung oder einem vollständigen Ausfall des größten Kunden übrig bleibt.
Leite aus wirtschaftlicher Lücke und frei werdender Zeit passende Zielkunden, Akquisewege und einen Prüftermin ab.
Fiktives Auswertungsbeispiel
In einer fiktiven Jahresauswertung stehen 90.000 Euro Umsatz, 60.000 Euro Deckungsbeitrag und 900 Arbeitsstunden. Kunde A trägt 36.000 Euro, 25.200 Euro und 300 Stunden bei: 40 Prozent, 42 Prozent und 33 Prozent.
Ein Vollausfall lässt 54.000 Euro Umsatz und 34.800 Euro Deckungsbeitrag bestehen und gibt 300 Stunden frei. Eine Halbierung erzeugt eine Lücke von 18.000 Euro, 12.600 Euro und 150 Stunden. Das ist nur ein Rechenbeispiel, kein Benchmark und keine Prognose.

Arbeitsablauf
Nutze deine dokumentierten Aufträge als Arbeitsgrundlage. Eine einheitliche Abgrenzung verhindert, dass Zeiträume, Kosten oder unvollständig erfasste Arbeitsstunden das Ergebnis verzerren.

Lege einen einheitlichen Zeitraum fest und entscheide, welche Projekte und verbundenen Unternehmen du als einen Kunden behandelst.
Erfasse Umsatz, direkt zurechenbare variable Kosten und die vollständige Arbeitszeit je Kunde mit derselben Logik.
Berechne den Anteil jedes Kunden an Gesamtumsatz, Gesamtdeckungsbeitrag und gesamter Arbeitszeit.
Halbiere den Beitrag des größten Kunden und setze ihn anschließend auf null, ohne die frei werdende Zeit zu übersehen.
Plane Zielkundentyp, benötigten Deckungsbeitrag, verfügbare Kapazität, Akquiseweg und einen Termin zur erneuten Prüfung.
Kundenkonzentrations-Scorecard
Nutze dieselben Definitionen für jeden Kunden. Kein einzelner Anteil ist automatisch gesund oder riskant; entscheidend sind dein Geschäftsmodell, die Entwicklung und das Ausfallszenario.
| Betrachtung | Kunde A | Einordnung |
|---|---|---|
| Umsatz | 36.000 von 90.000 Euro, 40 Prozent | Zeigt die Erlöskonzentration, nicht automatisch die Marge |
| Deckungsbeitrag | 25.200 von 60.000 Euro, 42 Prozent | Direkte variable Kosten wurden einheitlich abgezogen |
| Arbeitszeit | 300 von 900 Stunden, 33 Prozent | Akquise, Abstimmung, Aufnahme, Bearbeitung und Übergabe |
| Halbierung | Lücke: 18.000 Euro, 12.600 Euro, 150 Stunden | Zielkunden und Akquisewege auf halbe Lücke ausrichten |
| Vollausfall | Verbleibend: 54.000 Euro, 34.800 Euro; 300 Stunden frei | Wirtschaftliche Lücke und Kapazität gemeinsam planen |
Leite aus der Scorecard einen überprüfbaren nächsten Schritt ab: Zielkundentyp, benötigten Deckungsbeitrag, verfügbare Zeit, Akquiseweg und Prüftermin. GalleryDock vermittelt diese Methode als Academy-Wissen, analysiert aber keine Kunden- oder Finanzdaten automatisch.
Häufige Fragen
Das hängt von deinem Geschäftsmodell ab. Statt einer allgemeinen Umsatzgrenze prüfst du, wie stark ein einzelner Kunde deinen Umsatz, Deckungsbeitrag und deine Arbeitszeit im gewählten Zeitraum prägt.
Du brauchst je Kunde den Umsatz, direkt zurechenbare variable Kosten und die vollständige Arbeitszeit. Nutze für alle Kunden denselben Zeitraum und dieselbe Netto- oder Bruttologik.
Umsatz zeigt nur die Erlösgröße. Deckungsbeitrag macht die direkt zurechenbare Wirtschaftlichkeit sichtbar, während Arbeitszeit zeigt, wie viel Kapazität ein Kunde bindet oder bei einem Ausfall freigibt.
Rechne zunächst ein Teilszenario, zum Beispiel mit der Hälfte der bisherigen Werte, und danach den vollständigen Wegfall. Zeige getrennt, was bei Umsatz und Deckungsbeitrag fehlt und wie viel Zeit frei wird.
Vergleiche die wirtschaftliche Lücke mit deiner frei werdenden Kapazität. Leite daraus passende Zielkundentypen, einen benötigten Deckungsbeitrag, Akquisewege und einen späteren Prüftermin ab, statt nur eine Kundenzahl festzulegen.
Prüfe sie in einem festen Rhythmus und zusätzlich bei größeren Vertrags-, Preis- oder Kapazitätsänderungen. Entscheidend ist, dass du vergleichbare Zeiträume verwendest und Veränderungen dokumentierst.
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