Anfangsbestand festhalten
Halte den verfügbaren Bestand zu Beginn des ersten Planungsmonats fest, damit jede weitere Bewegung auf einer klaren Basis aufbaut.
Ordne Ein- und Auszahlungen nach ihrem Zahlungszeitpunkt, schreibe Monatsbestände fort und erkenne saisonale Engpässe.
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Das Academy-Video ordnet ein, warum im Fotobusiness nicht jede Maßnahme zu jeder Zeit gleich wirkt. Diese Seite überträgt den Timing-Gedanken auf eine manuelle Liquiditätsplanung, die erwartete Ein- und Auszahlungen nach ihrem tatsächlichen Zeitpunkt ordnet.
12-Monats-Liquiditätskalender
Ein Liquiditätsplan beginnt mit dem verfügbaren Anfangsbestand und ordnet jede erwartete Zahlung dem Monat zu, in dem sie tatsächlich auf dem Konto wirksam werden soll.
Dadurch erkennst du früh, ob fällige Auszahlungen vor einer Anzahlung oder Schlusszahlung liegen und ein Monatsendbestand unter deine selbst festgelegte Reserve fällt.

Halte den verfügbaren Bestand zu Beginn des ersten Planungsmonats fest, damit jede weitere Bewegung auf einer klaren Basis aufbaut.
Trage Anzahlungen, Schlusszahlungen und weitere Einnahmen in dem Monat ein, in dem das Geld realistisch eingehen soll.
Ordne Miete, Versicherungen, Steuern, Dienstleister und Investitionen nach ihrem tatsächlichen Fälligkeitstermin.
Berechne Monatssaldo und Endbestand und vergleiche den Verlauf mit deiner selbst festgelegten Mindestreserve.
| Zeitraum | Einzahlungen nach Zahlungstermin | Fällige Auszahlungen | Monatssaldo und Endbestand |
|---|---|---|---|
| Januar · Start 8.000 € | 3.000 € Anzahlungen aus neuen Hochzeitsbuchungen | 4.500 € Fixkosten, Versicherungen und Steuerrücklage | Saldo −1.500 € · Ende 6.500 € |
| Februar · Start 6.500 € | 2.000 € B2B-Abschlag nach vereinbartem Zahlungsziel | 4.000 € Fixkosten und freie Assistenz | Saldo −2.000 € · Ende 4.500 € |
| März · Start 4.500 € | 5.500 € Schlusszahlungen aus Winterproduktionen | 3.800 € Fixkosten, Software und Investition | Saldo +1.700 € · Ende 6.200 € |
| Eigene Mindestreserve | Nicht als Einzahlung rechnen, sondern als Vergleichswert | Im Beispiel 5.000 €; die passende Höhe fachlich prüfen | Februar unterschreitet die Reserve um 500 € |
Drei Zahlungsstrom-Szenarien
Bei Hochzeiten fließen Anzahlungen oft lange vor dem Shooting, während Reise, Assistenz und Produktion später fällig werden. Bei B2B-Aufträgen kann ein Zahlungsziel den Eingang dagegen deutlich hinter den Produktionstag verschieben.
Bei Minishootings treffen viele kleine Eingänge auf gebündelte Vorleistungen. Deshalb zählt nicht nur, ob ein Auftrag rentabel wirkt, sondern wann Geld verfügbar ist und wann Zahlungen fällig sind.

Fünf Schritte
Lege zuerst Planungszeitraum und Anfangsbestand fest. Ordne dann erwartete Einzahlungen und fällige Auszahlungen nach ihrem tatsächlichen Termin, berechne Monats- und Endbestand und vergleiche den Verlauf mit deiner eigenen Mindestreserve.

Bestimme Planungsbeginn, zwölf Monatszeilen und den tatsächlich verfügbaren Kontostand, mit dem die Rechnung startet.
Übernimm erwartete Anzahlungen und Schlusszahlungen mit einem realistischen Zahlungseingang statt nur mit dem Rechnungsdatum.
Erfasse wiederkehrende Kosten, Steuern, Versicherungen, Investitionen und projektbezogene Zahlungen in ihrem Fälligkeitsmonat.
Ziehe Auszahlungen von Einzahlungen ab und übertrage den Monatsendbestand als Anfangsbestand in den nächsten Monat.
Vergleiche den Verlauf mit deiner Mindestreserve, markiere schwache Monate und lasse kritische Annahmen fachlich prüfen.
Entscheidungshilfe
Aktualisiere erwartete Werte mit tatsächlichen Zahlungen. Prüfe unsichere Zahlungstermine als Szenario und markiere Monate, in denen der Bestand unter die eigene Reserve fällt. Größere Investitionen oder kritische Lücken gehören anschließend in eine fachliche Finanzprüfung.
In der GalleryDock Academy lernst du diese manuelle Liquiditätsplanungsmethode und kannst deinen Lernfortschritt speichern. GalleryDock liest keine Bank-, Buchhaltungs- oder Zahlungsdaten, berechnet keine Liquidität und ersetzt keine fachliche Finanzprüfung. Annahmen und Entscheidungen bleiben bei dir.
Häufige Fragen
Beginne mit dem verfügbaren Anfangsbestand. Ergänze erwartete Zahlungseingänge mit realistischen Terminen sowie alle fälligen betrieblichen und privaten Auszahlungen, die für deine Zahlungsfähigkeit relevant sind.
Liquidität betrachtet, ob zu einem bestimmten Zeitpunkt genug Geld für fällige Zahlungen verfügbar ist. Gewinn stellt Erträge und Aufwendungen gegenüber. Rechnungs- und Zahlungstermine können deshalb zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.
Ordne eine Einzahlung dem Monat zu, in dem sie voraussichtlich auf dem Konto verfügbar ist. Das Rechnungsdatum allein reicht nicht, wenn Zahlungsziel oder erfahrungsgemäße Verzögerungen den tatsächlichen Eingang verschieben.
Schreibe den Endbestand jedes Monats in den Folgemonat fort. So werden schwächere Zeiträume sichtbar, auch wenn das Gesamtjahr auf den ersten Blick ausgeglichen wirkt.
Die passende Mindestreserve hängt von Kostenstruktur, Zahlungszielen, Saisonverlauf und persönlicher Risikotragfähigkeit ab. Lege keinen pauschalen Branchenwert zugrunde, sondern prüfe die Höhe mit einer fachlich qualifizierten Ansprechperson.
Aktualisiere den Plan regelmäßig mit tatsächlichen Zahlungen und neuen verlässlichen Informationen. Vor größeren Investitionen, Finanzierungsentscheidungen oder erkennbar kritischen Monaten ist eine fachliche Finanzprüfung besonders wichtig.
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